Bei der Ergebnisreflexion geht es darum, die Ergebnisse „zum Sprechen“ zu bringen. Dabei sollte sowohl zurückgeschaut werden mit dem Ziel, Erklärungen für deren Zustandekommen zu finden, als auch nach vorn, um mögliche Veränderungsbedarfe zu identifizieren.
Inhalte
- Welche Konzepte zur Schul- und Unterrichtsentwicklung werden durch die Ergebnisse in ihrer Umsetzung bestätigt?
- Wie sind Sie bei diesen Entwicklungsprozessen vorgegangen? Können Sie diese Herangehensweise auch auf andere Entwicklungsbereiche übertragen?
- Gibt es Konzepte, deren gleichsinnige Umsetzung sich nicht in den QA-Ergebnissen widerspiegelt? Falls ja, gibt es hierfür interne und/oder externe Gründe? Wurde das Konzept auf der Basis einer klaren Zielsetzung verfasst? Hat es z.B. Brüche zwischen Zielsetzung und Umsetzung gegeben?
- Mit der Einschätzung des Entwicklungsstandes wird nicht die Qualität einzelner schulischer Angebote bewertet, sondern es wird eine Aussage darüber getroffen, wie weit eine Schule in den pädagogischen Prozessen zur Umsetzung von Qualitätsmerkmalen bereits gekommen ist. Hierbei handelt es sich nicht um ein abschließendes Urteil, sondern um eine Verortung, an welcher Stelle des Entwicklungsprozesses die Schule aktuell steht.
- Die Ausprägungsgrade zum Unterricht lassen weder Aussagen zur Unterrichtsqualität einer einzelnen Lehrkraft noch zur fachlichen Qualität des Unterrichts zu. Vielmehr geht es um die überfachliche Qualität des Unterrichts, d.h. insbesondere um Lernwirksamkeit und Lernförderlichkeit.
- Beachten Sie hierzu die FAQs Unterrichtsbeobachtungen.
- In welchen Feldern, in denen Ihre Schule selbst etwas verändern kann (z. B. Unterrichtsgestaltung, individuelle Förderung, Beratung, Nutzung von Fortbildung), lässt der aktuelle Stand noch Entwicklungspotenzial erkennen?
- Welches Ergebnis zieht die größte Aufmerksamkeit auf sich? Wo halten Sie sich in der Diskussion am längsten auf?
- Von welchen Ergebnissen gehen für Sie besondere Veränderungsbedarfe aus?
- Wichtig ist es dabei - ausgehend von der Bilanzierung - zunächst die für Ihre Schule zentralen Entwicklungsbedarfe zu identifizieren und zu priorisieren und daraus in einem zweiten Schritt die Zielformulierung abzuleiten.
- Hinweis: Es geht nicht darum, in allen Kriterien des schulspezifischen Analysetableaus eine umfassende und nachhaltige Etablierung zu erreichen. Diese sollte in denjenigen Bereichen angestrebt werden, die für die Bildungs- und Erziehungsarbeit an Ihrer Schule von zentraler Bedeutung sind.